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Die Kraft der Rituale

Wozu brauchen wir Rituale?

In unserem schnellen Alltag sind Rituale wie eine Art Bodenanker. Sie ordnen und strukturieren unser Leben durch das Jahr hindurch. Das gibt uns Stabilität und Orientierung.

Vielleicht denkst du jetzt, dass Rituale langweilige Routine sind? Ich finde nein! Denn wenn wir ein Ritual begehen, dann führen wir eine Handlung bewusst aus. Wir wenden uns ihr zu, schenken ihr unsere ganze Aufmerksamkeit.

Im Gegensatz dazu sind Gewohnheiten eher Routine. Alles, was wir gewohnheitsmäßig tun, tun wir meist unbewusst. Auch das hat natürlich seine Qualität, denn wenn wir über jede Handlung, die wir täglich ausführen, nachdenken, wird es leicht auch anstrengend. So muss ich nicht darüber nachdenken, in der Früh die Wohnung zu lüften. Das gehört selbstverständlich in den Tagesablauf hinein.

Wenn ich mich jedoch zu meiner Morgenmeditation hinsetze, dann ist das ein Ritual, denn ich pflege es regelmäßig und richte mich jeden Tag neu mit meiner Aufmerksamkeit darauf hin aus. Gleiches gilt natürlich auch für die Grundtonübung, die ich sehr regelmäßig mache.

Auch die Tee- oder Kaffeepause, die du dir bewusst nimmst, ist ein kleines Ritual, mit dem du dir Raum für dich  und dein Sein nimmst.

Die Kraft der Rituale

Rituale takten die Zeit

Es gibt Jahres-Rituale wie Sylvester, das einen Übergang für uns alle feiert – von einem Jahr in das nächste. Alle Kirchenfeste sind Rituale, die in großen Gemeinschaften begangen werden, und das (Kirchen-)Jahr gliedern.

Lebensrituale kennzeichnen oft Übergänge: Einschulung, Volljährigkeit, Berufseinstieg, Hochzeit, Familiengründung, Ruhestand… wir schenken ihnen besondere Aufmerksamkeit, feiern sie oft auch gemeinschaftlich. Sie sind wesentliche Meilensteine unserer Biographie und es ist sehr hilfreich, sie rituell zu begehen. Das hilft, Altes loszulassen und sich dem Neuen zu öffnen.

So schöpfst du Kraft aus Ritualen

Gerade in Zeiten der Neuausrichtung und der damit verbundenen Unsicherheit, weil du Neuland betrittst, ist es extrem hilfreich, seine Rituale zu pflegen. Sie binden dich in eine Struktur ein, die dich darin unterstützt, dich zu erden.

Ich habe erfahren, wie gut es mir tut, täglich 30 Minuten raus an die frische Luft zu gehen. Auch wenn die Arbeit noch so ruft und meine Ideen am Sprudeln sind. Diese kleine Auszeit sortiert das, was gerade so in mir herumschwirrt, ich bekomme Abstand dazu, kann aus einer anderen Persektive darauf schauen und nicht selten kommen dann neue Verknüpfungen heraus.

Rituale sind lebendig

Rituale sind keineswegs starr. Sie sind wandlungsfähig wie wir selbst auch. So kann aus der Morgenmeditation ein Morgenspaziergang werden oder aus dem geschriebenen Dankes-Tagebuch ein Dankes-Gespräch mit der Freundin oder dem Partner werden. Sei flexibel in der Ausformung deines Rituals, doch pflege es bewusst und kontinuierlich. Dann profitierst du am meisten davon.

Welche Rituale pflegst du? Oder anders gefragt: kennst du die Kraft des Rituals aus eigener Erfahrung? Dann freue ich mich wie immer auf deinen Kommentar!

Herzlich

Deine Astrid

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Ich freue mich auf dich!

Bildnachweis:  123rf.com: Somsak Sudthangtum, unsplash.com

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3 Comments

  1. Claudia sagt:

    Liebe Astrid, wieder ein sehr schöner Blogartikel, vielen Dank! Ich finde Rituale sehr wichtig. Das erste Ritual ist schon morgens im Bad, was Frau so alles treibt bis sie sich wohl fühlt in ihrer Haut😊. Dann kommt das Frühstück, ohne gehe ich ungern aus dem Haus. Die Malzeiten, wann beginne ich zu arbeiten usw. wenn man für ein lieb gewordenes Ritual keine Zeit hat merkt man erst was einem fehlt…Liebe Grüße Claudia aus dem Zug nach München

  2. Anke sagt:

    ein Danketagebuch-Ritual habe ich auch angefangen dieses Jahr und finde es sehr gut. auch weil es mit schönen Sprüchen unterstützt.. jetzt war ich grad ein paar Tage nachlässig aber nun liegt es wieder bereit. danke fürs Erinnern mit diesem Post 🙂